Worte können nicht ausdrücken, zu was Musik, Akustik, Geräusche und Sounddesign in der Lage sind. Bilder werden erst durch die Akustik zu bewegenden und unvergesslichen Bildern. Botschaften dringen mit Leichtigkeit in das Bewusstsein ein. Die Filmgeschichte ist geprägt von Melodien, die wir nie mehr aus unseren Köpfen bekommen. Der Werbung geht es nicht anders. Die Musik führt wie die Kamera ein Schattendasein. Aus gutem Grund, denn sie dient der Idee, mit allen Mitteln das in den Vordergrund zu stellen, um was es wirklich geht. Sie drängt sich deshalb nicht auf und auch nicht in den Vordergrund. Die Musik ist eines von vielen Werkzeugen in der Gesamtkomposition, die aber ihre Wirkung nicht verfehlen darf, sondern im Sinne der Idee immer zur vollen Entfaltung gelangen muss.

Um das zu erzielen, muss man eine ganzheitliche und zugleich selektive akustische Wahrnehmung erlernt haben und sollte diese auch beherrschen, um sie in Klangwelten umsetzen zu können. Den Unterschied zwischen gelungen und verfehlt kann man oftmals nicht hören, aber um so mehr spüren. Das optimale Zusammenspiel der Instrumente und Werkzeuge macht aus einer einfachen eine große, bisweilen überragende Idee.
Dieses Ergebnis versuche ich wieder und wieder zu erzielen, seit über 20 Jahren. Und ich meine, es gelingt mir bisweilen immer besser und immer häufiger. Denn es gibt kein schöneres Gefühl für einen Komponisten, wenn er selbst spürt, wie Musik zur Idee beitragen kann.